Schwerpunkt Metalltechnik

  • Vollständige Fachhochschulreife
  • Berufsabschluss zur/zum Maschinenbautechnische/n Assistent/in

Die 3-jährige Höhere Berufsfachschule führt zur vollständigen Fachhochschulreife (Fachabitur) in Verbindung mit dem Berufsabschluss nach Landesrecht zum/zur Maschinenbautechnische/n Assistent/in.

Ausbildungsziele

  • Vollständiges Fachabitur mit Berufsabschluss nach 3 Jahren
    In der 3-jährigen Höheren Berufsfachschule erhalten Sie durch den doppelten Abschluss die Möglichkeit, direkt nach der Schule ein Studium an der Fachhochschule im Bereich Maschinenbautechnik zu beginnen. Studiengänge in anderen Bereichen können Sie nach der Durchführung von Praktika in dem entsprechenden Bereich durchführen. Nähere Informationen erhalten Sie dann an den Fachhochschulen.

Aufnahmevoraussetzung

Mittlerer Schulabschluss ohne Qualifikationsvermerk

Unterrichtzeiten

Der Unterricht wechselt zwischen Theorie und Fachpraxis. Es werden 32 Unterrichtsstunden pro Woche erteilt. In der Jahrgangsstufe 12 und 13 wird jeweils ein 4-wöchiges Betriebspraktikum durchgeführt.

Unterrichtszeiten: Montag bis Freitag 7.30 - 14.30 Uhr

Kontakt für eine persönliche Beratung

Bildungsgangverantwortung

Mario Balla
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Abteilungsleitung

Falko Wieneke
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Beratungstermine können telefonisch vereinbar werden.
Tel.: 0201 / 8879330

Anmeldung

Die Anmeldung kann am Informationstag oder an einem vorab telefonisch vereinbarten Termin zu Beginn des 2. Schulhalbjahres erfolgen.
Tel.: 0201 / 8879330

Anmeldeformular als Download PDF

 

Diie Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule bekommen jedes Jahr die Gelegenheit, sich an der Fachhochschule Dortmund über das Studienangebot im Fachbereich Maschinenbautechnik zu informieren.

 

 

Gelungener Schulabschluss ...

... oder wie man Schüler doch motivieren kann


Nach erfolgreichem Wechsel vom Ingenieur zum Berufschullehrer hatte ich zu Beginn des Jahres endlich den Kopf frei für meine Idee, am Berufskolleg West der Stadt Essen einen Rennbahnwettbewerb zu veranstalten. Kurz nach den Osterferien brachte ich meine Idee zur Sprache und stieß bei meiner Abteilungsleitung auf wahre Begeisterung. Da in der Woche vor den Sommerferien die Motivation der Schülerinnen und Schüler erfahrungsgemäß leicht nachlässt haben wir diese Zeit für die Veranstaltung ausgewählt. Nach anfänglichen Plänen, die Fahrzeuge komplett durch die Schülerinnen und Schüler selbst bauen zu lassen, beschränkten wir uns in diesem Schuljahr aus Zeitgründen erst einmal auf die äußere Gestaltung. Die Umsetzung sollte in den Fächern Maschinenbautechnik und Konstruktions- und Fertigungstechnik stattfinden. 
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Als Basis diente der Slot.it Porsche 962 in weiß ohne Magnet. Jeder Schüler hatte zunächst den Auftrag seinen ganz persönlichen Gruppe C Renner zu gestalten, anschließend wählten die aus 5 Schülern bestehenden Rennteams die endgültige Version aus diesen Entwürfen aus.

Neben 11 Teams aus dem Bildungsgang der Assistent/in für Konstruktions- und Fertigungstechnik stellten die Lehrer ein Team, die Fachschule für Technik 3 Teams und das Technische Gymnasium ein Team. 
Am 11. Juni baute ich mit 5 Schülern ein 4spurige Carrera 124 Bahn mit 17m Spurlänge auf, was reibungslos klappte und vor allem bei den Schülern ungeahnte Fähigkeiten und Motivation hervorrief. Erste Testfahrten zeigten das Erfordernis einer Zusatzeinspeisung und kleine Korrekturen an den Impulsschienen für die DS-Rundenzählung. Die offiziellen Trainings- und Testfahrten fanden dann am 14. und 15. Juni statt, wobei den Ungeübten schnell klar wurde, dass vor allem ein wenig Übung den Meister macht. Aber auch die Fahrzeuge wurden umgebaut, mit Blei ausgetrimmt und verschiedene Übersetzungen ausprobiert. Dabei stellten sich die Schleifer als Schwachpunkt dar, da sich durch häufige Drehbewegungen des Leitkiels an dessen Oberseite einzelne Litzen der beiden Leiter verbanden und für einige Kurzschlüsse sorgten. Nachdem dieses Problem erkannt und bei allen Autos beseitigt war tauchte es in der Folgezeit und im Rennen nicht mehr auf.

Zum Ende der Trainingstage war also alles angerichtet für die beiden großen Renntage am 18. und 19. Juni und es wurde schon eine erste Taktik für das Rennen festgelegt. Für den ersten Renntag gab es die Vorgabe, dass jedes Teammitglied auf jeder der 4 Spuren sein Können zeigen musste, am zweiten Tag war die Auswahl der Fahrer den Teams freigestellt.
In den Rennen lieferten sich die Teilnehmer faire Duelle in denen es höchstens mal zu unbeabsichtigten Remplern kam, die Zuschauer unterstützten tatkräftig die Streckenposten und es musste nur selten etwas Ruhe für die Fahrer eingefordert werden. Am ersten Tag setzte sich das Schülerteam Trainingslager an die Spitze und konnte diese bis zum Schluss mit 4 Runden Vorsprung und einer Gesamtdistanz von 13000 Metern behaupten, um Platz 3 gab es zum Ende des zweiten Tages noch einen spannenden Dreikampf, den das Team Guerilla Crew denkbar knapp mit 8 Metern bzw. einer halben Runde Vorsprung für sich entscheiden konnte.

In technischer Hinsicht verliefen die Rennen nahezu reibungslos, lediglich ein Fahrzeug musste durch das bereitstehende T-Car ersetzt werden.

Parallel zu den Slotcar-Rennen am 18./19. Juni gab es die Möglichkeit Filme zum Thema Rennsport anzusehen (Michel Vaillant, Le Mans, Grand Prix), am PC seine Fahrkünste bei Rennspielen zu testen, einen RC-Car Parcours zu fahren und Waffeln zu essen.

Einen krönenden Abschluss fanden die Rennbahntage am Morgen der Zeugnisausgabe in der Aula. Zunächst rief ein Kurzfilm über das Rennbahnprojekt mit entsprechender musikalischer Untermalung noch einmal die Begeisterung aller Beteiligten hervor. Anschließend erfolgte die Siegerehrung der Design- und Lackierwettbewerbe und die Pokalübergabe an das siegreiche Rennteam. Die Lehrer stellten übrigens mit dem zweiten Platz ihre Konkurrenzfähigkeit unter Beweis, die beim schuleigenen Fußballturnier eher nicht gegeben war...

Nach der Zeugnisausgabe war dann das Schuljahr beendet und es wurden erste  Gedanken über eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Jahr ausgetauscht, denn die Kommentare der Schüler, dass dies ja die schönsten Tage im Schuljahr waren, zeigen, dass die Veranstaltung sehr gut angekommen ist.
Konkret ist nun geplant im Werkstattunterricht die Fahrwerke im Maßstab 1:24 selbst zu fertigen und damit Rennen zu fahren. Auch ein 24h-Rennen fand schon einige Interessenten sowohl auf Seite des Kollegiums als auch in den Reihen der Schüler.

Andreas Sauer

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